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Lagunas de Chacahua - was wohl heute?

Die Lagunas de Chacahua liegen 50 km westlich von Puerto Escondido. Sie werden durch einen Nationalpark geschützt, da sie ein wichtiger Überwinterungsort für viele Zugvögel darstellen. Obwohl wir nicht zu den Zugvögeln gehören, teilen wir doch ihre Vorliebe für warme Gegenden. Und dass so viele andere Vögel hier sind, kommt uns sehr gelegen.

Bereitst um 6:00 war heute Tagwache und ohne Morgenessen fuhren wir bei Tagesanbruch schon los. Wir wollten einerseits vor der mittäglichen Hitze auf dem Wasser sein, andererseits aber auch den erwarteten Touristenschwärmen zuvorkommen.

Wir waren dann auch eines der ersten Touristenboote, das auslief, vermutlich aber auch gerade das letzte. Viel läuft um diese Jahreszeit nicht an dieser Lagune. Überhaupt sind wir erstaunt über die geringe Anzahl an Touristen in Mexico. Auch beim genauesten Hinschauen trifft man kaum auf Ausländer. Gut für uns, jedoch längerfristig sicher schlecht für Mexico.

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Die Lagune ist mit einem dichten Gürtel von Red Mangrove umgeben, bei diesem Inselchen zeigen sich die unterschiedlichen Vegetationszonen auf kleinstem Raum sehr deutlich. Unten mit den Füssen im salzigen Wasser die Mangroven, auf der trockenen Erde, wo ab und zu Regen Süsswasser bringt sogar Säulenkakteen und andere Gewächse.

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Dichte Wälder von sehr gesunden Mangroven säumen die ganze Bucht. Die Luftwurzeln bilden ein undurchdringliches Dickicht, das jeden Eindringversuch von vornherein zum Scheitern verurteilt. Andererseits sind diese Wälder ein idealer Aufwachsort für Fische und Crevetten.

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Selbstverständlich waren die Wasservögel auch heute im Mittelpunkt unseres Interesses. Ein Pelikan beäugte uns ganz interessiert von seiner hohen Warte aus.

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Diese beiden Woodstorks scheinen geradezu ineinander verliebt zu sein, die Balz-Zeit liegt aber noch in einiger zeitlichen Entfernung. Aber früh angefangen ist sicher von Vorteil!

 

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Ein Roseate Spoonbill, ein Verwandter der Ibisse, fliegt vor dem tiefblauen Himmel davon, als wir uns nähern. Bereits von weitem sind sie wegen ihrer aussergewöhnlichen Farbe zu erkennen, ihr rosa sticht ähnlich jenes der Flamingos aus jeder Gruppe von Vögeln heraus.

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Auch ein Woodstork ist auf sein Landefahrgerät angewiesen, deshalb fährt dieses Exemplar seine Hilfsmittel rechtzeitig aus. Mit seinen schrillen Rufen informiert er seine Artgenossen, dass er nun bald landet und ihm die Kollegen doch bitte einen Platz freihalten sollen.

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Ein Comon Black Hawk hält von seinem erhöhten Standort nach Beute Ausschau. Er liess sich durch mein Fotografieren nicht im Geringsten stören, wieso sollte er auch, wir schaffen es ohnehin nicht bis zu ihm hinauf und gegen die Kamera hat er nichts einzuwenden.

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Der Green Heron hasst es, nasse Füsse zu kriegen. Aus diesem Grund sieht man ihn häufig in den Mangroven, denn hier gibt es ausreichend Geäst, auf welchem er einen sicheren Stand findet und bei Bedarf schnell mit dem Schnabel nach einem unvorsichtigen Fisch grabschen kann. Meist starrt er intensiv aufs Wasser, um im richtigen Moment zuschlagen zu können.

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Snowy Egret heisst dieser weisse Geselle. Er ist nicht etwa in einen Kübel mit gelber Farbe gestanden, die gelben Füsse sind sein natürlicher Schmuck. Wie wir ist auch er ein Wintergast in diesen Gebieten, im Gegensatz zu den Touristen aber recht häufig. Er lässt sich weder von den schlechten Nachrichten zur Sicherheitslage in Mexico noch von der Ökonomie in seinem Herkunftsgebiet abhalten. Fische sind seine Währung und von diesen gibt es hier offensichtlich genug.

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